Grundprinzip

Acccelerando ist aus Experimenten zur Erzeugung von generativer Musik auf der Basis von physikalischen Effekten wie Schwerkraft und Kollision entstanden. Generative Musik bedeutet, dass die Musik automatisch auf der Basis von Regeln und Formeln erzeugt wird, sich ständig verändert und selbst beeinflusst, und nicht aus den kompositorischen Ideen oder der Interpretation eines Musikers entstanden ist. Wie gut das bei Acccelerando funktioniert, muss jeder selbst entscheiden. Automatisch erzeugte Musik neigt halt sehr dazu repetitives Gedudel zu werden.

Nichtsdestotrotz kann es Spaß machen mit Acccelerando Szenen aufzubauen, die sich irgendwie spannend anhören. Und wer selber ein Instrument spielt, kann sich vielleicht von so einer Szene begleiten lassen und dazu improvisieren.

Instrumente

Instrument mit zwei erzeugten Noten
Instrument mit zwei erzeugten Noten

Eine Acccelerando-Szene besteht aus Instrumenten, die Noten erzeugen. Ein Instrument erzeugt Noten mit

  • dem gewünschten Sound (z.B Piano),
  • der eingestellten Tonhöhe (C, D, E, F, G, A, H),
  • und dem eingestellten Sechzehntelnoten-Rhythmusraster.

Die Farbe eines Instruments wird durch den ausgewählten Sound bestimmt. Pianos sind z.B. rot.

Instrumente haben zwei unterschiedliche Betriebsmodi: Noten senden oder sofort spielen.

Instrumente, die auf Noten senden gestellt sind, produzieren selber keine Töne! Ein solches Instrument erzeugt im eingstellten Rhythmusraster eine neue fliegende Note. Diese rumfliegenden und kollidierenden Noten (siehe unten) sind die Verursacher von Tönen.

Ein Instrument, das auf sofort spielen gestellt ist, spielt den eingestellten Ton im Rhythmusraster sofort ab. Das ist besonders gut, um damit eine Art von Begleitung (Bass oder Akkorde) der Szene zu erstellen.

 

Noten

Rechts eine heiße Note
Rechts eine heiße Note

Die auf Noten senden eingestellten Instrumente geben in ihrem Rhythmusraster Notenkugeln ab. Diese Noten ziehen sich gegenseitig an, ähnlich wie Planeten im Weltraum. Das funktioniert nach den klassischen Gravitationsformeln von Herrn Newton. Die Anziehungskraft ist abhängig von der Masse und von der Entfernung.

Bei Kollisionen stoßen sich unterschiedliche Noten gegenseitig ab.

Kollidieren aber zwei Noten des selben Instruments, verschmelzen diese und bilden eine heiße Note.

Sobald im Rhythmusraster des erzeugenden Instruments der nächste eingeschaltete Schlag erreicht ist (z.B. die nächste Viertelnote), platzt sie dekorativ und spielt dabei ihren Sound ab. Je größer, desto lauter.

Sound abgespielt und dekorativ geplatzt
Sound abgespielt und dekorativ geplatzt

Navigation

Eine Acccelerando-Szene kann jederzeit mit den bekannten Touchscreen-Gesten mit einem Finger verschoben oder mit zwei gespreizten Fingern gezoomt werden. Ein Doppeltapp zoomt die gesamte Szene wieder in die Mitte des Bildschirms.

Mit einer gezielten Berührung eines Instruments (näher ranzoomen hilft beim Treffen!) wird das Instrument ausgewählt und kann bearbeitet oder gelöscht werden. Details dazu findest du unter Instrumente bearbeiten.

Demovideo

Hier ein Video, wo du Instrumente und deren fliegende Noten in Aktion sehen kannst.